Case Study

Fallbeispiel Expedia

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Wie nutzen Unternehmen AWS, um Ihre Agilität und Belastbarkeit zu steigern?Fallbeispiel – Expedia Group

Als Internationales Unternehmen mit zahlreichen Partnern, die ebenfalls unter der Marke Expedia wirtschaften, agiert die Expedia Group mit der Organisation EWE(Expedia Worldwide Engineering) um die eigenen Websites und die ihrer Partner zu unterstützen. Mit einem Vorschlagdienst, der das Kundenerlebnis verbessern sollte, indem er die Vorauseingabe der Website Besucher erkennt und die Anwendung beschleunigt, gab es Probleme. Dafür verwendet das sogenannte ESS(Expedia Suggest Service) auf Kundenstandort basierende Algorithmen sowie aggregierte Einkaufs- und Buchungsdaten von Kunden, um Vorschläge anzuzeigen, wenn ein Kunde mit der Eingabe beginnt.

Die Herausforderung

Das ESS bot jedoch nicht das von Expedia gewünschte Ergebnis. Gemäß der Metrik des Unternehmens ist eine Fehlerseite der Hauptgrund dafür, das potenzielle Kunden die Website wieder verlassen. Das EWE-Technikerteam fand heraus, dass ESS an Orten betrieben werden muss, die sich in der physischen Nähe von Kunden befinden, um einen schnellen und reaktiven Dienst mit minimaler Netzwerklatenz zu ermöglichen. Da sich das verwendete Rechenzentrum allerdings einzig und allein auf das Gebiet Chandler, Arizona ausrichtete, entstanden zu hohen Latenzzeiten und ein nicht zufriedenstellendes Kundenerlebnis auf den Websites.

Die Lösung

Um das Problem zu lösen, kam es zu der Zusammenarbeit mit AWS (Amazone Web Service), da dies der einzige Anbieter mit der erforderlichen globalen Infrastruktur für Kunden im Raum Asien-Pazifik war. So konnte die Expedia Group durch die International Infrastruktur von AWS und somit der Nähe zum Kunden das Problem lösen.

Auf der innovativen Grundlage von AWS konnten der ESS-Dienst innerhalb von drei Monaten entwickelt und bereitstellt werden. Die Expedia Group startete ESS zuerst in der Region Asien-Pazifik und replizierte den Dienst danach schnell in den Regionen USA und auch der EU. Auf der AWS basierten Grundlage konnte die durchschnittliche Netzwerklatenz von 700 Millisekunden auf weniger als 50 Millisekunden reduziert werden, was zu einer schnellen Websiteladezeit führte und so das Besuchererlebnis verbesserte.

Die Vorteile

Die Expedia Group verwendet AWS, um Anwendungen schneller zu entwickeln, zum Verarbeiten großer Datenmengen, zu skalieren und Probleme schnell zu beheben. Beim Erstellen eines standardmäßigen Bereitstellungsmodells mit AWS können Entwicklungsteams schnell die Infrastruktur für neue Initiativen erstellen. Wichtige Anwendungen werden in mehreren Availability Zones in unterschiedlichen Regionen ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Daten immer verfügbar sind, und um die Notfallwiederherstellung zu aktivieren.

Durch die Zusammenarbeit und das Konzept des Serverless-Cloud-Computing muss die Expedia Group heute keine hauseigenen Server mehr zu Verfügung stellen, die nur bei einer vollen Auslastung genutzt werden, allerdings in der Anschaffung und der Verwaltung dennoch das Budget belasten. Mit AWS müssen keine Kapazität abgezogen oder zusätzlich bereitgestellt werden, sie können neue Kapazität hinzufügen und zahlen nur für das was sie tatsächlich verbrauchen.

Magesh Chandramouli, ESS-Hauptarchitekt:

„Als ich Entwickler war, wollte man nicht in die Architektur investieren, ohne zu wissen, wie die Anwendung aussieht. Ich musste im Voraus planen und zur Vorlage für alle Beteiligten eine Machbarkeitsstudie erstellen. Bei AWS bin ich nicht an Durchsatzbeschränkungen oder die CPU-Kapazität gebunden. Wenn ich an AWS denke, fällt mir sofort das Wort Freiheit ein.“

In den nächsten Jahren plant die Expedia Group, 80 Prozent ihrer geschäftskritischen Applikationen aus ihren lokalen Rechenzentren in die AWS-Cloud zu migrieren. Durch den Einsatz von AWS ist die Expedia Group ausfallsicherer geworden. Die Entwickler der Expedia Group waren in der Lage, schneller Innovationen zu schaffen, was dem Unternehmen Millionen von Dollar sparte.